CUSTOMER 4.0 — Die 8 Trends, die ALLE Industrien verändern werden

Stefan Heilmann ist Managing Director und Head of Internet & Tech Desk der IEG — Investment Banking Group (ieg-banking.com) und Senior Partner der DGT Future Holding Beteiligungsgesellschaft (dgt-furture.com) in Berlin.

Eine industrielle Revolution, wie die Einführung des Personal Computers (PC) in den 70er Jahren, zeichnet sich durch eine massive Veränderung des Nutzerverhaltens aus. Mit der Entstehung des Internets und der explosionsartigen Verbreitung von mobilen Endgeräten hat sich unsere Art zu kommunizieren, konsumieren, interagieren, lernen, arbeiten, etc. unwiderruflich verändert. Bis heute haben im wesentlichen die Media- und Retail-Industrien diesen Wandel des Nutzerverhaltens in aller Brutalität durchleben müssen. Dies führte zu Erfolgsgeschichten à la Rocket Internet, Spotify, Buzzfeed & Co.

Diese massive, immer noch unterschätzte Verhaltensänderung in unseren Köpfen (=CUSTOMER 4.0) wird zu der 4. industriellen Revolution und einer Digitalisierung ALLER Industrien führen. Traditionelle Industrien unterschätzen die Geschwindigkeit, Dynamik und Kraft dieser Digitalisierung; Geschäftsmodelle werden sich von Produkten und Dienstleistungen zu Lösungen oder Erlebnissen wandeln, Industrien werden durch lösungsorientierte Eco-Systeme neukonfiguriert und alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden.

Welche Trends werden aus heutiger Sicht diesen Transformationsprozess über alle Industrien hinweg treiben? Im ersten Teil dieser Artikelreihe stellen wir die ersten 4 Trends der Digitalisierung vor:

Trend #1 — Technology Rules

Technologie wird der entscheidende Erfolgsfaktor für unternehmerische Prozesse. Traditionelle Prozesse werden nach Wertebeiträgen zerlegt und durch innovative Technologien ersetzt (z.B. Cloud Services, Data Centers SaaS, DaaS, etc.), verbessert (z.B. Security, Open Source) und revolutioniert (z.B. Internet of Things = Home Tech). Technologie ermöglicht komplexe Unternehmensprozesse auf multiple Plattformen, Devices und Computersprachen effizient zu führen (z.B. Zapier). In anderen Worten, innovative Wachstumsunternehmer werden jeden wertspendenden Unternehmensprozess identifizieren, isolieren und durch Technologie revolutionieren. Das Resultat sind effizientere Prozesse, Customer 4.0 fokussierte Lösungen, geringere CapEx und flexiblere Nutzungs-Use Cases.

Seit Jahrzenten setzt Microsoft die Standards im Bereich Business Communications. Hier gehören Email oder semi-flexible Messaging Tools zu den weitverbreitesten Lösungen. Seit April 2014 revolutioniert SLACK aus San Francisco die Art der unternehmensinternen Kommunikation. SLACK hat eine multiplattformbasierte SaaS Lösung gebaut, die interne Email-cc/bc Threads aus der Email-Inbox eliminiert und gleichzeitig als interner Knowledge-File Server fungiert. Zudem werden automatisierte API-Schnittstellen zu einer Vielzahl an Produktivitäts-, Social Media- und sonstigen Unternehmenssoftwareplattformen integriert, ohne dass ein System Administrator notwendig ist. Die Fakten sprechen für sich: 1,1m Daily User, 300.000 Paid Seats, 900.000 Software Integrationen.

Die CLAAS GRUPPE ist in der ganzen Welt berühmt für seine landwirtschaftlichen Maschinen. In der Vergangenheit wurden ausschließlich Produktpakete mit After-Sale-Services angeboten. Mit den neuen Bedürfnissen der Landwirte ist die CLAAS Gruppe einer der Vorreiter der Digitalisierung seiner Industrie geworden. Den CLAAS Kunden werden heute Lösungen (z.B. Wie kann ich meiner Ernte-Effizient um 2% p.a. steigern?) in Form eines technologischen Eco-System aus Maschinen-Hardware, Satelliten Software, Data Services, Telemeterie und Operations Research Anwendungen angeboten.

Trend #2 — Mobile ONLY

Mit der kometenhaften Verbreitung von mobilen Endgeräten werden PC und Laptop kurz- bis mittelfristig verdrängt. In Wachstumsregionen oder Entwicklungsländern werden sie faktisch übersprungen.

Mobile Endgeräte und Anwendungen werden Unternehmen (z.B. relateIQ, Number26, WeChat) und Haushalte (e.g. Nest, Hue) steuern. Gleiches gilt für den privaten Konsum von Produkten, Services und digitalen Inhalten. Daher werden Mobile Only Anwendungen massiv wachsen und monetarisierbare, mobile Anwendungen für Interactivity, Commerce, Advertising, Enterprise, Content, Data Solutions mit großer Dynamik entstehen.

Selbst etablierte Internetunternehmen mit markführender Stellung auf dem Desktop werden einen massiven Strukturwandel zu Mobile Only durchleben. Der Wandel zu Mobile Only werden erneut Druck auf die „Economics“ ausüben. Dieser Strukturwandel lässt sich schon sehr deutlich bei Medienunternehmen (z.B. Axel Springer oder Burda Media vs. Schipsted) und e-Commerce (z.B. Zalando) Unternehmen ausmachen.

Trend #3 — Sharing & Collaboration

Ob man es mag oder nicht, der Trend des Teilens und des gemeinschaftlichen Nutzen ist im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr aufhaltbar. Der Begriff „Eigentum“ wird durch „Nutzung“ ersetzt.

So werden Bücher nicht mehr physisch besessen, sondern auf einem mobilen Endgeräte wird ein Nutzungsrecht in der Cloud erworben (z.B. iBook, Kindle). Mit 18 Jahren wünschte sich jeder Jugendliche einen Golf GTI oder zumindest ein Auto. Heute wurden diese Autoeinstiegswünsche durch Car Sharing Anbieter Car2Go, DriveNow, Multicity, etc. ersetzt. Diese Entwicklung wird den großen Automobilkonzernen noch erhebliche Kopfschmerzen bereiten, denn auch hier hat sich der Eigentumswunsch in ein flexibles Mobilitätslösungskonzept gewandelt. Als Airbnb seinen Marktplatz zur tagesgenauen Nutzung von privaten Immobilien einführte, war die Skepsis groß. Auch in diesem Fall änderte sich der Eigentumsbegriff und einer der erfolgreichsten, weltweiten Marktplätze für die Nutzung von privatem Eigentum entstand.

Vergleichbare Entwicklungen sind in der Musik- (z.B. Spotify), Fashion (z.B. Dresscoded), Gewerbeimmobilien (z.B. WeWork), IT-Industrie (z.B. Amazon Web Services, Dropbox, etc.) zu erkennen; weitere Industrien werden folgen!

Trend #4 — (Selbsterklärende) User Interfaces

Das mobile Endgerät (Smart Phone, Tablets) begleitet uns heute 7 Tage x 24 Stunden. Das User Interface bzw. die Benutzerführung der mobilen Endgeräte hat unser Verhalten nachhaltig verändert.

Als Resultat empfinden wir erklärungsbedürfte Produkte oder Dienstleistungen als störend. Wir suchen nach einfachen Lösungen und nachhaltigen Erlebnissen. Apple hat die Welt verändert und mit seinen Lösungen den Begriff User Interface neu definiert, dem sich kein Unternehmen und keine Industrie entziehen kann. b-2-c oder b-2-b Produkte, Dienstleistungen oder Lösungen, die eine Bedienungsanleitung bedürfen, werden in der Zukunft den Wettbewerb nicht mehr standhalten.

Porsche ist einer der wertvollsten und erfolgreichsten Sportwarenhersteller der Welt. Die Baureihe 911 ist legendär. 1971 besaß das Cockpit des 911 10 Schalter am Armaturenbrett und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 165 km/h — deutsche Ingenieurshochleistung brachte einen Rennwagen auf die Straße! Ca. 30 Jahre später fuhr der 911 2x so schnell, hatte über 50 Schalter und eine Bedienungsanleitung von fast 1.000 Seiten. Porsche’s Customer 4.0 wird mit dem heutigen 911 User Interfaces ein Störgefühl empfinden, denn die Ansprüche an ein Auto haben sich verändert. Das Auto ist ein mobiles Endgerät geworden! Erste Übersetzungen dieses Trends finden sich im Armaturenbrett des Tesla S, Volvo XC 90 oder Mercedes S-Klasse.

Wer heute seine ICH-AG als Taxifahren gründen möchte, braucht Zeit, Muße und Geduld. Neben der Anmeldung eines Gewerbes, Bedarf es einer Akkreditierung bei der jeweiligen Taxi-Innung, dem Erwerb eines Taxi-tauglichen Autos (Farbe, Kennzeichnung, Taximeter), der Zertifizierung des Taximeters sowie den Abschluss diversen Versicherungen für das Auto, den Fahrer und dessen Insassen. Im übertragendem Sinne liegt hier ein extrem erklärungsbedürftiges User Interface für den Taxifahrer vor. Technologieunternehmen UBER aus San Francisco plant das User Interface für den Personentransport (Taxi, Limousinen) mit einem weltweit aktiven Automobilhersteller und Versicherungsunternehmen zu revolutionieren. So soll in der Zukunft ein weltweites UBER Auto verkauft werden, welches die UBER Mobilitätsplattform standardmäßig integriert hat sowie die Fahrerakkreditierung zum Personentransport und die notwendigen Versicherungen durch einen standardisierten Risiko-Underwriting Prozess beim Autohändler beinhaltet.

Mit einem selbsterklärenden, innovativen User Interface habe eine Vielzahl von Wachstumsunternehmen traditionelle oder dominante Wettbewerber vom Markt gefegt. Tinder aus New York löste die zwei wesentlichen Probleme im gesättigten Casual Online Dating Markt mit einem genialen User Interface: Zum einen Casual Dating ist unangenehm gegenüber Dritten und muss daher schnell gehen. Zum anderen mag kein Dater nicht gemocht zu werden. Es lohnt sich diese Problemlösungen zu testen (>50m Active Users)?

Im Bereich Customer Relationship Management (CRM) — ob Software oder Software as a Service — wird immer wieder über die Optimierung von User Interfaces auf allen Plattformen und Endgräten gesprochen. Wie sieht diese Diskussion bei der schmerzhaften Datenintegration von CRM Plattformen aus? Viele mittelständischen Unternehmen scheitern am User Interface der Datenintegration von den Salesforce.com, Microsoft und Co.’s. RelateIQ aus Palo Alto hat innerhalb von 3 Jahren die Datenintegration für CRM revolutioniert — Datenintegration in 3 Sekunden pro Datenquelle. RelateIQ integriert durch simple Login’s Outlook, MS Exchange, jedes mobile Endgerät (heute einer der wesentlichen Datenspeicher von Mitarbeiter), Google und Facebook (Social Media Plattformen sind die Outlook .pst Dateien der Millenials und jünger).

Trend #5 — Content is King

Dieser Trend hält sich kontinuierlich seit den späten 90er Jahren. Mit der heutigen Internet-Infrastruktur, den Rich Media Formaten und den Wandlungen des Google Suchalgorithmus erfahren digitale Inhalte ein große Renaissance. Für Unternehmen und Marketing Professionals ist Werbung ohne Content Marketing undenkbar geworden. Social Media spielt eine zentrale Rolle bei der Vermarktung von digitalen Inhalten. Traditionelle Inhalte-Kanäle (TV, Radio, Print) werden durch digitale Content Plattformen, wie Buzzfeed, Heftig.co, Onedio, Netflix, The Whistle Sports Network ersetzt.

The Whistle Sports Network krempelt gerade die gesamte amerikanische Sportberichterstattung mit attraktiven User-generated Content um. Mit einem Fokus auf die kaufstarken Millenials distribuiert The Whistle Sports Network mehr als 3 Mrd Video Views an 14 Mio. Users auf Youtube mit 29 Mio. Facebook Likes, 5 Mio. Twitter Followers, 9 Mio. Instagram Followers, 4 Mio. Vine Follower und 3 Mio. Google Plus Followers. Das gleiche Entwicklung sieht am bei dem innovativen, User-generated Content Plattform Motor-Talk in Berlin, die sich ein Kopf-an-Kopf Rennen mit der digitalen Auto BILD liefert. Seit 2015 besitzt die User-generated Content Plattform Buzzfeed mehr Reichweite zur Zielgruppe 18–34 Jahres in den USA als der traditionelle Sender CBS.

Trend #6 — Smart Data

Big Data ist das Unwort der letzten Jahre in allen Industrien geworden. Dies liegt daran, dass per heute nur ein ¼ aller Daten aus dem Internet für Analysezwecke zugänglich sind; lediglich 3% dieser Daten sind getagged. Unternehmen werden sich in Zukunft mit zwei Themenkomplexen beschäftigen müssen: Erstens, wer besitzt in Zukunft die Daten (z.B. Access Authorization); zweitens, wie kann man Daten monetarisieren oder Actionable (z.B. Business Modell) machen?

Der junge, europäische Venture Capital Markt zeigt verstärkt Interesse an Smart Data Geschäftsmodellen, wobei die programmatisch als automatisierte Technologie Plattform skalierbar sein sollten. Im Gegensatz hierzu sehen die amerikanischen Investoren einen großes Potential bei der Erneuerung der globalen Dienstleistungsunternehmen (z.B. McKinsey, Accenture, Alix, etc.) durch Daten Know-how und Technologie. So finanzierten Peter Thiel und alle namhaften Venture Capitalists in den US das Datenberatungsunternehmen Palantir aus Palo Alto, welches heute die besten 2.900 Data Scientist in Amerika beschäftigt und dieses Jahr die U$ Umsatz-Milliarde knacken könnte. Das etwas kleinere Pendant in Europa und China sitzt in Berlin und heißt TD.

Den Schwerpunkt Real-Time Actionable Data hat sich Dataminr aus New York zur Unternehmensaufgabe gemacht. Dataminr besitzt als einziges Unternehmen der Welt den vollen Zugang zum Twitter Datenstrom und analysiert Tweet-Anomalien in Echtzeit, um Ministerien, Medienunternehmen, Banken und Versicherungen, Hedgefonds und bekannten Markenunternehmen relevante und „Predictive“ News zu liefern.

Trend #7 — Digital Health

Gesundheitliches Wohlbefinden und lebensverlängernde Maßnahmen sind die großen Trends des 21. Jahrhunderts. Alleine die beiden Google Gründer Larry Page und Sergey Brin haben über U$ 1 Mrd. Kapital bereitgestellt, um die Ursachen des Alterungsprozess zu erforschen.

Welche bannbrechende Erkenntnisse die beiden Google Gründer erhalten werden, ist heute noch nicht absehbar. Die dynamische Entwicklung der digitalen Gesundheit zeigt sich an dem Boom der Wearables (Apple Watch, Fitbit, Jawboone, etc.), der ersten mobilen Nahrungsanalyse Devices (z.B. Vessel) sowie dem anhaltenden Wachstum von Functional Food. Functional Food Unternehmen, wie The Honest Company von US-Schauspielerin Jessica Alba oder Aloha von Brands-4-Friends Gründer Constantin Bisanz, produzieren nachweislich messbar, gesundere Produkte.

Durch die Messbarkeit von persönlichen Gesundheitsdaten und Gewohnheiten, deren mobile Analyse und Ableitung in lebensverlängernde Maßnahmen (z.B. eGym, Functional Food, etc.) erhalten alle Gesundheitssysteme ein neue, digitale Dimension. Diese neue Dimension gilt es in der Zukunft durch innovative Geschäftsmodelle zu besetzen.

Trend #8 — Infrastructure Free-Ride

Erfolgreiche Internetunternehmen zeichnen sich sehr oft dadurch aus, dass sie mit wenig Kapitalbindung und Regulierung intelligent eine bestehende Infrastruktur nutzen. So nutzen Google, Skype, Whatsup, etc. die Infrastruktur der großen Telekommunikationsunternehmen.

Die europäischen Banken betrachten ihre Infrastruktur als Markteintrittsbarriere. In den letzten Jahren wurden demgegenüber ca. 200 FinTech-Wachstumsunternehmen alleine in Deutschland gegründet. Ein Vielzahl von diesen agilen Unternehmen (z.B.iwoca, Keditech, number26, etc.) nutzen die bestehende Infrastruktur der Banken, ohne dass die Kosten getragen werden müssen.

Das Berliner Fintech-Unternehmen barzahlen.de ermöglich das Barzahlen von On- und Offline Rechnungen sowie Bargeldauszahlungen an ca. 9.000 Point-of-Sales (POS) von großen Handelsketten (DM, REWE, PENNY, etc.) in ganz Deutschland. Somit besitzt barzahlen.de 3x so viele „Filialen“ in Deutschland wie die Deutsche Bank und die Commerzbank zusammen! Ein äußert intelligenter Weg, die bestehenden Infrastruktur des deutschen Einzelhandels zu monetarisieren.

Stefan Heilmann ist Managing Director und Head of Internet & Tech Desk der IEG — Investment Banking Group (ieg-banking.com) und Senior Partner der DGT Future Holding Beteiligungsgesellschaft (dgt-furture.com) in Berlin.

22. Digital Friends Dinner ‪#‎DFD‬, Pera Palace in Istanbul, March 26th 2015 – #DFD Impressions from the dancefloor ieg-banking.com/en/impressions

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20. Digital Friends Dinner in Munich on 19. Jan. 2015 in Munich – #DFD Impressions from the dance floor during #DLD15

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IEG Trends 2015 – IEG Record Year 2014: Growth, Internationalization and Events

IEG Trends 2015 – 4th Industrial Revolution Leads to Ecosystem building

The rapid growth and dynamic of the “25 years young” internet sector will be pushed enormously by the digitalization of all industries (agriculture, chemical, banking, insurance, automotive, manufacturing, services, media, trade etc.). Interestingly, we feel that the biggest changes are yet to come. In other words: The internet is still totally underestimated. This development to the so-called “Industry 4.0” is going to initiate the 4th industrial revolution. The speed at which the trends change consumer behavior and business models is unprecedented. We are entering one of the most exciting development cycles ever, impacting literally all established industry sectors and many businesses will be forced to innovate and to establish platforms in a collaborative environment.

In their recent studies, BITKOM and Fraunhofer Institute mention the introduction of cyber-physical systems for all industries in the future. We indicate this 4th industrial revolution as return to the changes in customer behavior generated by the new digital technologies. The results are creations of product & service eco-systems. As an example: UBER (booking platform for passenger transport), the VW Group and the Allianz have developed a Passat, which contains insurances, permits, approvals, technologies and securities in the purchase price for the future buyer. Availability, flexibility and convenience are key elements to consumers’ decision-making. To many companies, this means that their business models have changed from providing products to providing customer-oriented solutions. Industry-independent eco-systems are the winner of the future. And similar trends can be observed throughout many sectors.

The automotive industry notices the effects of Industry 4.0 as well. E.g., an Audi A8 currently comprises over 100 switch levelers etc. items on its dashboard. This represents a time-consuming and in our view somewhat unreasonable demand to its end customers. Now (we feel, unfortunately too late) this is being replaced by 1-3 integrated touch-screen monitors capable of handling the entire car as well as the needs of the customers anticipatorily. We have entered an age where value creation in a new car is driven by software and connectivity. Consequently, the successful players will be the ones who are capable of adopting their business model first and only those companies, who will go along with this development promptly, consistently and innovatively, will be able to withstand the global competition – and we cannot think of any sector that would be spared from this.

M&A will play a key role in this transition process. Acquisitions can be instrumental to achieve comprehensiveness of solution offerings to consumers and to gain competitiveness across the production process covering the total product life cycle from the very beginning of the supply chain to recycling products after use. We are looking forward to supporting our clients in reshaping their business models, adding new capabilities through M&A, and help raise money for their future endeavors.

IEG Record Year 2014

2014 was a record year for IEG. Both our deal volume and our number of deals were largest since IEG’s foundation in 1999. The team acted as exclusive financial advisor on 16 successfully closed transactions. These transactions were well balanced between sell-side and buy-side mandates as well as financing transactions. Consequently, Thomson Reuter ranked IEG e.g. as one of the Top 10   leading small- and mid-cap M&A advisors in Germany in the past year.

Moreover, IEG got nominated with more awards than ever: “Investment Banking Advisory of the Year in Germany” (ACQ Global Awards 2014), “Corporate Finance Team of the Year” (M&A Awards 2014), “Hospitality Deal of the Year” (Excellence Awards 2014) and “Deal of the Month” (Finance Monthly).

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IEG – Transactions

16 successful transactions in 2014

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Growth, Internationalization and Events 2014

Growth 2014

Not only externally, but also internally IEG became bigger, better and happier. The Berlin HQ office has enlarged in surface and staff: The office space has almost doubled and key senior positions have been added. Ilja Reiner has joined the Internet & Technology Desk and will be heading up the Financing position at IEG.  He started his career as Vice President at BHF / ING Bank in the Leveraged Finance Team in Frankfurt and held the position of Director Financing at Odewald & Compagnie in Berlin.

Internationalization 2014

Besides the expansion of the Berlin HQ’s, IEG also grew further internationally in 2014 by putting three new joint venture offices in New York City, Milan and Shanghai to life. IEG now covers all growth regions throughout the world – with own offices and joint venture partnerships.

Our existing international IEG offices had good news to tell as well: In November, IEG Turkey in Istanbul announced a milestone deal with a USD 250m bond placement for Global Ports Holding.  After the full first year of incorporation, IEG North Africa in Tunis has recorded three successful deal closings in 2014 as well with Propann, Denim Authority and Cady Supermarché.

Events 2014

Our DIGITAL FRIENDS DINNER Series (DFD) traveled to Munich, New York, Amsterdam, Berlin and London in 2014 and completed its 20th anniversary since 2012. This unique dinner series enables an unprecedented networking among friends with brilliant ideas and entrepreneurial spirit in the digital age. The idea of an exclusive, intimate, non-political and unsponsorable event is a unique dialogue platform. It has replaced the flood of advertising, conferences and time-eating events. It is highly appreciated by our guests and is in high demand.

Besides the DFD Series, IEG organized and/or sponsored several other events for friends and customers, such as the Capnamic Golf on Majorca and the Classic Open Air at Berlin’s Gendarmenmarkt.

More passionate events to come in 2015!

IEG – Events

About IEG

IEG – Investment Banking Group is one of the leading, global independent investment banking boutiques focused on Mergers & Acquisitions, Financing & CFO Advisory for Internet, Technology & Services. Locally present in the key international growth regions and/or emerging markets, IEG – Investment Banking Group is a unique, influential and trusted partner for growth companies and larger, international corporates. Founded in 1999 and owned by its partners, IEG now employs more than 100 professionals around the world. For more information about IEG – Investment Banking Group refer to our homepage: www.ieg-banking.com.

“I believe that the euro as it is today – and also the European Union – needs to stay in place”, Stefan Heilmann on Greek EU crisis

http://www.worldfinance.com/inward-investment/heilmann-germany-needs-to-take-a-hardline-on-greek-debt

‪‎IEG‬’s Head of Internet & Tech Stefan HEILMANN on Solutions for ‪Greece‬ @Finovate @WorldFinance by Kumutha Ram